Das Konzept

Wir ErzieherInnen verstehen uns als Begleiter der Kinder. Wir sind Ihnen Vorbilder, die sie ernst nehmen in ihrer Gefühlswelt und sie dort abholen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen.

Wir arbeiten nach dem Situationsorientierten Ansatz. Darunter verstehen wir, dass das Kind gemeinschaftsbezogene Fähigkeiten in realen und nicht künstlichen Situationen lernt.

Diesem liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde, das neben kindlicher Stärke und Kompetenz auch kindliche Hilflosigkeit, Unerfahrenheit und Schutzbedürftigkeit berücksichtigt. 

Im täglichen Miteinander möchten wir den Kindern behilflich sein, die eigenen Grenzen und die der anderen zu erkennen und zu akzeptieren.

Rahmenbedingungen

In unserem Haus gibt es zwei Gruppen a 20 Kindern. Wir haben altersgemischte Gruppen und bieten Plätze ab 12 Monaten an.

In jeder Gruppe arbeiten 4 Fachkräfte und zusätzlich gibt es eine pädagogische Leitung.

Eingewöhnungsphase

Es gibt eine schrittweise Eingewöhnung, damit sich das Kind mit der Einrichtung, den ErzieherInnen und Abläufen vertraut machen kann.

Hier ist uns ein reger Austausch wichtig, um frühzeitig auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können. Gerne können die Kinder etwas vertrautes (Kuscheltier, Schmusedecke etc.) von zu Hause mitbringen.

Damit das Kind einen guten Start im Kinderladen hat, nehmen wir uns die Zeit zur Eingewöhnung, die das Kind benötigt, mindestens aber 3 Wochen.

Wir dokumentieren in der Eingewöhnung täglich unsere Beobachtungen, um stets Rückmeldung über die Entwicklung oder das Befinden des Kindes geben zu können.

Altersgerechte Angebote und Spiele

Nach den Grundsätzen des Situationsansatzes ermöglichen wir den Kindern, dass jüngere und ältere Kinder im gemeinsamen Tun Ihre vielseitigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander beziehen und sich dadurch in ihrer Entwicklung gegenseitig stützen können. Die Kinder bringen unterschiedliche Erfahrungen und Tätigkeitsanreize in die Gruppe ein und lernen so auch ohne Zutun der Erwachsenen mit- und voneinander.

Die ErzieherInnen schaffen Voraussetzungen, damit diese Möglichkeiten zur Wirkung kommen. Die spezifischen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben der jüngeren und älteren Kinder werden erkannt und gezielt berücksichtigt. Gleichzeitig werden Bedingungen geschaffen, die Kindern die Chance bietet ihre Beziehungen zu gleichaltrigen zu gestalten. 

Tagesablauf

Der Tagesablauf und seine Rituale sind so klar strukturiert, dass sich auch die jüngsten Kinder daran orientieren können (siehe Konzept). Auf die individuellen Bedürfnisse (Schlafphasen, Ruhephasen, Essen, wickeln etc.) der U3 Kinder wird eingegangen.

Der Kinderladen hat von Montags bis Freitags von 7:15 Uhr bis um 16:15 Uhr geöffnet.

Unser Tagesablauf gestaltet sich wie folgt:

  • Erste Bringzeit ist von 7.15 Uhr bis 8:15 Uhr
  • Von 8:30 Uhr bis 9:00 Uhr frühstücken wir gemeinsam
  • Die zweite Bringzeit ist von 9:00 Uhr bis 9:15 Uhr
  • Von 9:30 Uhr bis 10:00 Uhr findet ein Stuhlkreis in den Gruppen statt
  • Zwischen 10:00 Uhr 11:45 Uhr ist Zeit für freispiel, Angebote etc.
  • Von 12:00 Uhr bis ca 12:45 Uhr gibt es Mittagessen in den gruppen
  • Im Anschluss für die U3 Kinder: Betreute Schlaf- und Ruhezeit bis ca.14:30 Uhr
  • Für die Ü3 Kinder: Zeit für Angebote, Turnen, Freispiel etc. bis ca. 14:30 Uhr
  • Die erste Abholzeit ist von 13:00 Uhr bis 14.15 Uhr
  • Um 14:30 gibt es Nachtisch
  • Die zweite Abholzeit ist von 15:00 Uhr bis 16:15 Uhr
  • Der Kinderladen schließt um 16:15 Uhr

Essen

Die Kinder in unserem Kinderladen werden gegen einen monatlichen Beitrag voll verpflegt. Die Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und Nachmittagssnack) werden gemeinsam eingenommen, so dass kommunikative und soziale Aspekte gemeinsamer Mahlzeiten zum Tragen kommen.

Unser Ernährungskonzept sieht eine gesunde und ausgewogene Ernährung vor. Die Speisen werden von unseren beiden Hauswirtschaftskräften, die einen aufmerksamen und freundlichen Kontakt zu den Kindern pflegen, täglich frisch, liebevoll und kreativ zubereitet.

Unser abwechslungsreicher Speiseplan sieht einmal pro Woche beim Mittagessen Fleisch und alle zwei Wochen Fisch vor. Wochentags bezogen gibt es zu dem regulären Frühstücksangebot variierende Besonderheiten wie Brötchen, Müsli etc. Es gibt viel Obst und Rohkost und gesunde Lebensmittel, ebenso freuen sich die Kinder zu Geburtstagen über eine Kleinigkeit zum naschen.

Die richtige Mischung machts! Der Anbau von einigen Kräutern im Garten sorgt für eigene frische Zutaten und für Zahlreiche Lernmöglichkeiten für die Kinder. Besonderheiten bei der Ernährung können/ werden selbstverständlich berücksichtigt.

Sicherheit

Der Kinderladen ist so gestaltet, dass sich alle Kinder, auch die jüngsten, frei bewegen können, sich ausprobieren können.

Das Schiff und die Burg sind mit Treppenschutzgittern ausgestattet, Klemmschutz an den Türen, Sicherungen in den Steckdosen etc.

Die U3 Kinder werden im Außenbereich von den BetreuerInnen begleitet, um Unfallgefahren abzuwenden (Schaukel, Treppe an der Rutsche etc.).Zeitgleich können sie sich aber selbständig und frei bewegen, sich ausprobieren.

Dies gilt natürlich auch innerhalb der Einrichtung. In allen Bereichen werden die U3 Kinder begleitet und ihren Bedürfnissen entsprechend unterstützt (Essen, basteln etc.).

Wickeln und Sauber Werden

Die BetreuerInnen nehmen sich beim wickeln und anziehen der Kinder bewusst viel zeit, sprechen dabei mit dem Kind (sprachbegleitendes Handeln) und nutzen dies als Teil der beziehungsvollen und liebevollen Pflege. 

Die regelmäßige Wickelkontrolle (9, 11, 13, 15) gehört zur alltäglichen Routine. Darüber hinaus werden die Kinder nach Bedarf gewickelt. In einem Wickelheft wird eingetragen, wann das Kind gewickelt wurde.

Durch je 1 Wickeltisch in beiden Waschräumen ist genug Platz zum wickeln vorhanden.

Die Kinder werden in ihrer Entwicklung zum sauber werden unterstützt und die BetreuerInnen arbeiten mit den Eltern Hand in Hand. Das Signal „trocken“ werden zu wollen, muss eindeutig vom Kind ausgehen.

Nach unserer Erfahrung ist es für die Kinder leichter, wenn der Toilettengang zunächst zu Hause zur Routine geworden ist. Im Kinderladen wird er dann fortgeführt.

Um dem Kind den Alltag in dieser Phase zu erleichtern, ist es wichtig, dass genug Wechselwäsche vorhanden ist.

Mittagsschlaf

Im Zwergenschlafraum steht jedem Kind einen eigene Schlafliege zur Verfügung. Für individuelle Schlafutensilien (Kuscheltier, Schlafsack, Schnuller etc.) hat jedes Kind ein eigenes Fach.

Nach dem Mittagessen (ca. 12.45 Uhr) beginnt die Mittagsruhe. In der Regel werden die Kinder immer von der gleichen Person zum Mittagsschlaf begleitet. Diese bleibt bei den Kindern, bis sie eingeschlafen sind. Danach werden die Kinder mit einem Babyfon überwacht.

Spätestens zum Nachtisch (14.30 Uhr) werden die Kinder geweckt.

Auf individuelle Schlafbedürfnisse wird geachtet und diese berücksichtigt.