Das Konzept

Wir Betreuer verstehen uns als Freunde der Kinder, die sie begleiten. Wir sind ihnen wichtige Vorbilder, die sie ernst nehmen in ihrer Gefühlswelt und sie dort abholen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen.

Dabei beziehen wir uns auf den pädagogischen Ansatz "Unterstützen statt erziehen" (weitere Informationen) und auf den "Situationsansatz".
Beiden liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde, das neben kindlicher Stärke und Kompetenz auch kindliche Hilflosigkeit, Unerfahrenheit und Schutzbedürftigkeit berücksichtigt.

Im täglichen Miteinander möchten wir den Kindern behilflich sein, die eigenen Grenzen und die der anderen zu erkennen und zu akzeptieren. Kindliche, verständliche und nachvollziehbare Regeln unterstützen dies.

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Besonderheiten für Kinder unter 3 Jahren


Rahmenbedingungen

Im August 2008 startete der Kinderladen mit zwei Gruppen, a ca. 20 Kinder. Und bot zum ersten Mal eine Betreuung von Kindern unter drei Jahren an. Seit dem betreuen wir in jeder Gruppe ca. 5 Kinder unter drei Jahren.

Da die Kinder in altersgemischten Gruppen betreut werden und auch die jüngsten Kinder am alltags geschehen teilnehmen, müssen die Kinder bei der Aufnahme mindestens 12 Monate alt sein.


Eingewöhnungsphase

Es gibt eine mit den Eltern abgesprochene individuelle Eingewöhnungsphase, damit sich jedes Kind in Begleitung seiner Eltern nach eigenem Tempo an die Betreuungspersonen und die neue Umgebung gewöhnen kann.

Innerhalb von 14 Tagen soll die Eingewöhnung abgeschlossen sein.

Bezugspersonen

Das Personal teilt sich einige Aufgaben Personengebunden für die unterschiedlichen Altersgruppen und oder Themenspezifische Angebote auf. Und arbeitet in diesem Fall Gruppenübergreifend.

Besondere Angebote für die Zwerge = Kinder bis drei Jahre

Butze = Kinder ab drei Jahren

Wichtel = Kinder ab vier Jahren

Gnome = Kinder ein Jahr vor der Einschulung

In der Eingewöhnungsphase ist es uns allerdings wichtig, dass der Kontakt zuerst einmal zu den Betreuungspersonen und den Kindern der eigenen Gruppe gefestigt wird. Und Jedem Kind seine eigene Gruppenzugehörigkeit bewusst wird.

In den ersten 14 Tagen der Eingewöhnungszeit dokumentieren wir unsere Beobachtungen über die neuen Kinder täglich, damit wir den Eltern stets über die Entwicklung und das Befinden des Kindes Rückmeldung geben können.

Eine intensive und tägliche Kommunikation der Bezugspersonen der U3-Kinder mit den Eltern wird als wichtige Voraussetzung gesehen, dass es dem Kind in der Einrichtung gut geht und dass sowohl die ErzieherInnen als auch die Eltern darüber Bescheid wissen, was das Kind vor der jeweiligen „Übergabe“ erlebt hat und was jeweils beachtet werden sollte. Der Austausch schafft eine persönliche Beziehung und Vertrauen.

Altersgerechte Angebote und Spiele

Nach den Grundsätzen des Situationsansatzes ermöglichen wir den Kindern, dass jüngere und ältere Kinder im gemeinsamen Tun Ihre vielseitigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander beziehen und sich dadurch in ihrer Entwicklung gegenseitig stützen können. Die Kinder bringen unterschiedliche Erfahrungen und Tätigkeitsanreize in die Gruppe ein und lernen so auch ohne Zutun der Erwachsenen mit- und voneinander. Die ErziherInnen schaffen Voraussetzungen, damit diese Möglichkeiten zur Wirkung kommen. Die spezifischen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben der jüngeren und älteren Kinder werden erkannt und gezielt berücksichtigt. Gleichzeitig werden Bedingungen geschaffen, die Kindern die Chance bietet ihre Beziehungen zu gleichaltrigen zu gestalten. (Zitat)

Tagesablauf

Der Tagesablauf und seine Rituale sind so klar strukturiert, dass sich auch die jüngsten Kinder daran orientieren können (siehe Konzept). Auf die individuellen Bedürfnisse (Schlafphasen, Ruhephase, Essen, Wickeln etc.) der unter 3jährigen Kinder wird eingegangen.

Im täglichen Stuhlkreis wird darauf geachtet, dass alle Altersgruppen angesprochen werden.

Das wöchentliche Turnen findet für die kleineren Kinder getrennt von den größeren Kindern statt. Da gerade hier die Interessen von kleinen und großen Kindern weit auseinander liegen.

Das monatliche Backangebot findet ebenso in altershomogenen Gruppen statt. Damit jüngere und ältere Kinder nach eigenem Tempo agieren können.


Ausflüge (Waldtag)

Am monatlichen Waldtag nehmen die 1-2jährigen Kinder teil, sofern das Wetter es zulässt. Damit auch längere Strecken mit der Gruppe bewältigt werden können, steht ein Wagen bereit, in dem die jüngeren Kinder Platz finden.


Die BetreuerInnen unterstützen Kinder in Ihrer Selbständigkeitsentwicklung, indem sie ihnen ermöglichen, das Leben in der Kindertageseinrichtung aktiv mit zu gestalten. Selbständigkeit und demokratisches Miteinander, das heißt wechselseitige Achtung und Anerkennung setzen ausreichende Mitwirkung im Alltag voraus. An allem, was die Kinder betrifft, werden sie deshalb ihren Möglichkeiten entsprechend beteiligt. ErzieherInnen schaffen Vorraussetzungen, damit sich Beteiligung entwickeln kann. Es wird in erster Linie mit den Kindern geplant. Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und zugemutet.

( Zitat: Grundsätze des Situationsansatzes)

Sicherheit

Die Einrichtung ist so gestaltet, dass sich für die jüngsten Kita-Besucher keine unnötigen Gefahren ergeben. Es gibt Treppenschutzgitter am Schiff und an der Burg. Die Türen sind mit Klemmschutz ausgestattet. Steckdosen sind mit Sicherungen versehen.

In den Außenbereich sowie in das Schiff und die Burg werden die U3-Kinder von ErzieherInnen begleitet, damit Unfallgefahren (z.B. Laufen vor die Schaukel, Sturz von der Treppe der Rutsche, Umgefahrenwerden durch die Fahrzeuge der älteren Kinder, Sturz von der Treppe im Schiff oder der Burg) abgewendet werden können.

Ebenso wird der Umgang mit Bastelmaterialien ( Scheren, Prickelnadeln, Kleinteilen etc. beobachtet und begleitet.

Essen

Das Essen wird in der Einrichtung frisch, nach dem Optimix Prinzip zubereitet, um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen.

Die Kinder werden beim Essen entsprechend ihres Entwicklungsstandes unterstützt.

Hilfsmittel, wie Sitzerhöhungen erleichtern den Kindern das Essen.

Flaschen und Trinklernbecher werden je nach Gewohnheit des Kindes zu Anfang der Eingewöhnungszeit von den Eltern mitgebracht. Es wird darauf geachtet, dass die Kinder ausreichende Mengen im Laufe des Tages trinken.

Lätzchen sind in der Kita vorhanden.

Wickeln und Sauber Werden

Die Erzieherinnen nehmen sich beim Wickeln und Anziehen bewusst viel Zeit, sprechen dabei mit dem Kind (sprachbegleitendes Handeln) und nutzen dies als Teil der beziehungsvollen und liebevollen Pflege.

Die regelmäßige Windelkontrolle (9, 11, 13, 15 Uhr?) gehört zur alltäglichen Routine. Darüber hinaus werden die Kinder selbstverständlich nach Bedarf gewickelt. Es gibt einen Wickelplan, auf dem wird eingetragen, wann ein Kind gewickelt wurde.

Durch zwei Wickeltische ( in beiden Wasch- bzw. Toilettenräumen) wird sichergestellt, dass ausreichend Platz zum Wickeln vorhanden ist, damit die Kinder aus beiden Gruppen gleichzeitig gewickelt werden können und damit die Betreuer in der Nähe der anderen Kinder bleiben können.

Die Kinder werden in ihrer Entwicklung zum Sauberwerden unterstützt und die Erzieher arbeiten mit den Eltern Hand in Hand. Das Signal, „trocken“ werden zu wollen, soll eindeutig vom Kind ausgehen. Nach unserer Erfahrung ist es für die Kinder leichter, wenn der Toilettengang zunächst zu Hause zur Routine geworden ist und in der Kita dann weiter fortgeführt wird. Die Eltern stellen besonders in dieser Zeit sicher, dass ausreichend Wechselwäsche vorhanden ist.


Mittagsschlaf

Einen für das Schlafen vorgesehener Raum steht zur Verfügung in dem jedes Kind seine eigene Matratze und seine individuellen Schlafutensilien (Schlafsack, Kuscheltier, etc.) hat. Die Schlafenszeit beginnt nach dem Mittagessen. Spätestens vor dem Nachtisch werden die Kinder wieder geweckt. Auf individuelle Schlafbedürfnisse wird geachtet und diese berücksichtigt. In der Regel werden die Kinder immer von den gleichen Personen zum Mittagsschlaf begleitet (jeweils eine Person aus jeder Gruppe). Diese bleibt bei den Kindern bis sie eingeschlafen sind. Danach werden die Kinder mit Babyphon überwacht.

Alle Nichtschläfer haben die Möglichkeit eine Mittagsruhe zu halten, in der sie z. B. eine Geschichte vorgelesen bekommen, Entspannungsmusik hören können etc.

Unser Team besteht derzeit aus acht pädagogischen Fachkräften in Voll- und Teilzeit, die für das Wohlergehen der Kinder sorgen.

Dazu kommen jährlich wechselnde Praktikanten, die ihre Erzieherausbildung bei uns mit einem praktischen Jahr beenden.

Für das leibliche Wohl der Kinder und Betreuer wird von einer Köchin und einer Küchenhilfe gesorgt.